Ameisenbläuling in Birkenheide

Im Dürkheimer Bruch befindet sich das letzte Vorkommen des Hellen Wiesenknopf-Ameisenbläulings in der Rheinebene von Rheinland-Pfalz.

Herr Pfeifer hat als Diplom-Biologe seit 2012 die Populationen der Wiesenknopf-Ameisenbläulinge intensiv untersucht. Diese waren auch auf der Gemarkung Birkenheide mit ca. 550 Schmetterlingen vorhanden und sind dann beinahe vollkommen verschwunden. Die Ursache für das Verschwinden liegt nach Aussage von Herrn Pfeifer in einem ungünstigen Mahdtermin während der Flugzeit beider Arten. Auch blieben Flächen über mehrere Jahre ungemäht, wodurch die Wirtspflanze, der Große Wiesenknopf, überwachsen wurde und nicht mehr zur Blüte kam. Wird rechtzeitig Ende Mai gemäht, kann die Acker-Kratzdistel so stark zurückgedrängt werden, dass sie keine ernsthafte Konkurrentin für den Großen Wiesenknopf darstellt.

Die ständigen Überschwemmungen, sogar im trockenen Hochsommer, durch Auslaufen der Isenach in die Wiesen führte zum Verschwinden der Ameisen. Auf intensive Bitten von Frau Seitz hat der Gewässerzweckverband zwischenzeitlich die Auslaufstelle abgedichtet, damit sich wieder Ameisen ansiedeln können.

Auf Bitte der FWG Birkenheide hat Herr Pfeifer bei einem Spaziergang in den betroffenen Flächen ausführlich berichtet und wir konnten leider nur wenige Dunkle Ameisenbläulinge fliegen sehen.

„Die Rheinpfalz“ berichtete am 11.08.2020 über die Exkursion und zitierte Herrn Pfeifer: „Der Dunkle und der Helle Wiesenknopf-Ameisenbläuling sind in mehreren Anhängen der FFH-Richtlinie genannt. Damit verbunden sei die Vorrangigkeit ihres Erhalts auch gegenüber anderen Wildtierarten wie beispielsweise Bienen. Von den beiden Bläulingen habe ich 2012 auf Birkenheidener Gemarkung noch zirka 550 Exemplare gezählt. In den folgenden Jahren ist ihre Anzahl, besonders die des Hellen Wiesenknopf-Ameisenbläulings, stark zurückgegangen.“

Verlässt man die Birkenheidener Gemarkung, so sieht man auf den Pferdekoppeln auf Erpolzheimer Gemarkung aufgrund der Bewirtschaftung nach den Vorgaben von Herrn Pfeifer und rechtzeitiger Mahd zahlreiche blühende Wiesenknöpfe und die sollten künftig wieder auf der Birkenheidener Gemarkung wachsen, damit die Ameisenbläulinge zurück kommen. In dem Projekt „Hochwasserschutz und Bachauenwicklung im Dürkheimer und Erpolzheimer Bruch“ sollen auch mit entsprechenden Massnahmen die Lebensbedingungen für die Ameisenbläulinge stark verbessert werden.